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Auf den Spuren von Raiffeisen

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“ Ganz im Sinne von F.W. Raiffeisen feierte die Westerwald-Werkstatt für behinderte Menschen ihr diesjähriges Sommerfest im Bürgerhaus und in und um das Raiffeisenhaus in Flammersfeld, unterstützt durch den tatkräftigen Einsatz vieler Ehrenamtlicher. Die Schirmherrschaft hatte Josef Zolk gerne übernommen. Er ließ es sich nicht nehmen, die 120 Gäste persönlich zu begrüßen.

Danach ging es in kleinen Gruppen zu den Stationen, die thematisch entweder mit der Zeit vor 200 Jahren oder mit Raiffeisens Leben direkt zu tun hatten. So begrüßte Josef Lindner die Gäste im historischen Raiffeisenhaus. Nach einer Filmvorführung über das Leben des berühmten Mannes ging es in einer kleinen Reise durch das Haus. Hier erfuhren die Zuhörer auch, was Raiffeisen mit seinem Genossenschaftsgedanken weltweit bewegen konnte und wie es möglich ist, Menschen in Not zu helfen, wenn viele mitanpacken. Am Backes erlebten die Gäste, wie mühevoll es früher war, bis aus dem Getreide ein schmackhaftes Brot wurde. Für die Station „Vom Schaf zum Schal“ war Elke Roos mit 2 Mitgliedern ihres Spinnvereins angereist, um zu demonstrieren, wie man aus geschorener Schafwolle einen Spinnfaden herstellt. Am gleichen Stand zeigte Anna Jungels wie man aus der gesponnenen Wolle kleine Kunstwerke anfertigt.
Von der Nachbarstation „Wildkräuter und Heilpflanzen“ wehten angenehme Düfte durch das Haus. Ingeborg und Jürgen Heermann zeigten den Besuchern die heimischen, teilweise essbaren Wildkräuter. Noch mehr Interesse bestand an den Duftölen und den Pralinen aus Kakaobutter.

Um zu zeigen, dass man auch als blinder Mensch viel erreichen kann, gab es einen Sinnesparcour, an dem man mit verbundenen Augen eine Strecke ertasten konnte. Hier erhielt die Sportlehrerin Unterstützung durch den Ehrenamtlichen Michael Hansen.
Fühlen, Schmecken, Riechen mit geschlossenen Augen war gar nicht so einfach. Wer es schaffte, erhielt die Medaille der Sinne.

Besonders beim Spendenlauf wurde die Idee von Raiffeisen sehr deutlich. Die Läufer ließen sich auch von der Hitze nicht abhalten, ihre Runden für die gute Sache zu drehen um das vereinbarte Geld von ihren Sponsoren zu erhalten. In den Pausen staunten alle über die Laufente Walter, die ihrer „Mama Michaela“ auf Schritt und Tritt hinterherlief und kleine Kunststücke vorführte.
Nach dem Mittagessen sang der integrative Chor GERADEAUS mit der neuen Chorleiterin Daniela Burbach. Als alle zusammen in den Refrain des Liedes „Freiheit“ einstimmten, war das berühmte Gänsehautfeeling zu spüren. „Es war ein rundum schöner Tag“ so das Resümee der Besucher. Ohne die gute Zusammenarbeit mit der Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde Flammersfeld und den vielen Ehrenamtlichen wäre dies nicht in dieser Form möglich gewesen.

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