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Und jeden Tag fährt die Angst mit...

12.03.2021

Familien mit Angehörigen mit Behinderung in Zeiten von Corona

Seit über einem Jahr stehen viele Familien mit Angehörigen mit Behinderung vor großen Herausforderungen. Wie sollen sie ihre Kinder, Geschwister oder Familienmitglieder mit Behinderung vor einer Ansteckung schützen und gleichzeitig pflegen und fördern? Was machen wir, wenn sich einer aus der Familie infiziert? Wie schaffen wir
es, dass sich niemand sonst in der Familie ansteckt?
Viele, der von uns betreuten Menschen, gehören zur Risikogrupppe. Ihre Familien nehmen die Kontaktbeschränkungen noch viel ernster, als sie vorgegeben sind. Sie haben Angst vor einer Infektion mit schwerem Verlauf.
Da ist z.B. der mehrfach schwerbehinderte junge Erwachsene, der von seinen Eltern betreut und gepflegt wird. Im Lockdown konnten die für ihn so notwendigen Therapien nicht fortgeführt werden, der tägliche Besuch der Tagesförderstätte fiel weg. Die Eltern hatten keine „Luft“ mehr zum „atmen“. Er braucht seine Tagesstruktur und seine Therapien. Sie entschlossen sich, trotz ihrer Angst vor einer Infektion nach dem ersten Lockdown, dass ihr Sohn
die Tagesförderstätte wieder tageweise besucht. Sie übten solange, bis er die Maske anbehielt. „Und jeden Tag fährt die Angst mit“, so die Mutter.
Da gibt es die über 50-jährige Beschäftigte der Werkstatt mit Trisomie-21, die seit einem Jahr im“ Homeoffice“ arbeitet. Ihr fehlen ihre Arbeitskollegen und Freunde. Ihre Familie baut jeden Tag mit ihr eine Tagesstruktur. Die Telefonate mit Freunden und Kollegen sind die sozialen Kontakte nach außen in dieser Zeit. Spaziergänge und andere Aktivitäten finden dann statt, wenn nur wenige Menschen unterwegs sind.
Stark besuchte Ausflugsziele, Einkaufen und anderes ist gestrichen. Ihre Reaktionsfähigkeit, die in „normalen“ Zeiten ausreicht, um Gefahren abzuwehren, ist zu langsam, um bei Alltagsbegnungen mit „Unvernünftigen“
immer die Regeln einzuhalten. Zum Schutz vor Ansteckung hat die Familie das Einkaufen bis auf das Notwendigste eingestellt. Lieferservice wird, wo immer möglich, in Anspruch genommen.
Mit Einschränkungen zu leben, gehört bei vielen Familien zum Alltag – auch ohne Corona. Die riesige Hoffnung, die alle durch die Zeit trägt, ist die Impfung. „Das unsere Familien endlich einen Impftermin bekommen, ist mehr als nötig. Wer kann die beeinträchtigten Menschen versorgen, wenn ihre Familien ausfallen? Da gilt das Gleiche für
Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien, wie für Familien mit Kindern!“

Rita Hartmann, Vorsitzende

Der Schutz der Angehörigen mit Behinderung hat höchste Priorität. Alle haben Angst vor Infektionen mt schweren Verläufen.
Der Schutz der Angehörigen mit Behinderung hat höchste Priorität. Alle haben Angst vor Infektionen mt schweren Verläufen.

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