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Mein Arbeitsplatz ist die KiTa

10.03.2022

Die Vermittlung von Außenarbeitsplätzen ist Teil des Integrationsmanagements der Westerwald Werkstätten. Dass die Einsatzbereiche sehr vielfältig sind und nicht nur im Bereich der Industrie liegen, zeigt sich bereits seit einigen Jahren in den Kindertageseinrichtungen der LEBENSHILFE Altenkirchen.

Doch auch bei anderen Trägern im Landkreis sind Werkstattbeschäftigte eine willkommene Unterstützung im (pädagogischen) Alltag von Kitas. In Kooperation mit dem Sozialdienst der Westerwald-Werkstätten, hat der Bereich Hilfen für Kinder sechs Beschäftigte interviewt, die dort ihren Platz gefunden haben. Sie erzählten von ihrem täglichen Arbeitsleben in einer Kindertagesstätte.

Auch Kristina Diener arbeitet in einer LEBENSHILFE Kitas im Landkreis Altenkirchen. Seit 2013 hat sie einen Außenarbeitsplatz in der Integrativen Kindertagesstätte Kleine Hände in Wissen-Schönstein. Sie beschreibt die Arbeit in der KiTa als anders, mit mehr Leuten und vielen Kindern. Kristina hat ebenso über mehrere Praktika ihren Platz gefunden und nutzt für den Hin- und Rückweg den DRK-Bus. Sie mag ihre Arbeit und auf die Frage, was sie nicht so gerne macht, antwortet sie nur kurz und knapp: „Nichts!“ Ihre Aufgaben liegen hauptsächlich im hauswirtschaftlichem Bereich, z.B. Frühstück und den Nachmittagssnack vorbereiten, Wäsche waschen und falten, Gruppentische abwischen und fegen. Gibt es da nichts weiter zu erledigen, hilft sie in der Gruppe bei der Betreuung der Kinder, spielt oder bastelt mit ihnen. Selbstverständlich gehört sie zum Team, nimmt gerne an gemeinsamen Essen oder Feiern teil, aber freut sich auch über die Feste mit den Kindern oder Familien. Sie wünscht sich nur für die Zukunft endlich keine Masken und auch keine Tests mehr.

Die Außenarbeitsplätze gehören fest zu den konzeptionellen Angeboten der Lebenshilfe und ermöglicht damit Menschen mit Behinderung Selbstbestätigung, Selbstständigkeit, soziale Anerkennung und ein Leben in einer Gemeinschaft außerhalb der Werkstätten zu erfahren. Fachliche Begleitung und individuelle Unterstützung erhalten alle Befragten sowohl im Team der jeweiligen KiTa als auch durch einen regelmäßigen Austausch mit einer betreuenden Fachkraft der Westerwald-Werkstätten. Aber auch auf dem Außenarbeitsplatz bleiben die an der Maßnahme teilnehmenden Frauen Beschäftigte der Werkstatt und können an den vielfältigen Bildungsangeboten oder Freizeiten teilnehmen.

Alle sechs Teilnehmerinnen erzählen, dass sie mit ihrem Außenarbeitsplatz sehr zufrieden sind. Auch wenn sie sich wünschen, dass die Pandemie endlich vorbei wäre - ihren Arbeitsplatz in der KiTa möchte keine mehr hergeben.

Kristina Diener

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