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Mein Arbeitsplatz ist die KiTa

10.03.2022

Die Vermittlung von Außenarbeitsplätzen ist Teil des Integrationsmanagements der Westerwald Werkstätten. Dass die Einsatzbereiche sehr vielfältig sind und nicht nur im Bereich der Industrie liegen, zeigt sich bereits seit einigen Jahren in den Kindertageseinrichtungen der LEBENSHILFE Altenkirchen.

Doch auch bei anderen Trägern im Landkreis sind Werkstattbeschäftigte eine willkommene Unterstützung im (pädagogischen) Alltag von Kitas. In Kooperation mit dem Sozialdienst der Westerwald-Werkstätten, hat der Bereich Hilfen für Kinder sechs Beschäftigte interviewt, die dort ihren Platz gefunden haben. Sie erzählten von ihrem täglichen Arbeitsleben in einer Kindertagesstätte.

Lieber mit Kindern statt in der Montage und Verpackung in der Werkstatt arbeiten - so beschreibt Melanie Reifenrath ihren Grund für die Tätigkeit in der KiTa Zauberwald in Wallmenroth. Seit 2018, ebenfalls nach einem Praktikum, ist sie hier schon im Einsatz. Sie hat den Vorteil, dass sie im Ort wohnt und zu Fuß zu ihrer Dienststelle gelangt. Am Liebsten verbringt sie ihre Arbeitszeit mit den Kindern, spielt und bastelt mit ihnen oder liest eine Geschichte vor. Aber sie weiß auch, dass nicht so beliebte Tätigkeiten, wie schmutziges Geschirr in die Spülmaschine räumen, gemacht werden müssen. Mit dem Team und auch mit den Kindern versteht Melanie sich gut. Sie kommt gerne her und freut sich über die Unterstützung des Fachpersonals, wenn es mal kleinere oder größere Diskussionen mit Kindern gibt. Für die Zukunft wünscht sie sich, „dass ich für immer in der KiTa und weiterhin in der Gruppe arbeiten darf“ und „so was Ähnliches wie eine Ausbildung machen“.

Die Außenarbeitsplätze gehören fest zu den konzeptionellen Angeboten der Lebenshilfe und ermöglicht damit Menschen mit Behinderung Selbstbestätigung, Selbstständigkeit, soziale Anerkennung und ein Leben in einer Gemeinschaft außerhalb der Werkstätten zu erfahren. Fachliche Begleitung und individuelle Unterstützung erhalten alle Befragten sowohl im Team der jeweiligen KiTa als auch durch einen regelmäßigen Austausch mit einer betreuenden Fachkraft der Westerwald-Werkstätten. Aber auch auf dem Außenarbeitsplatz bleiben die an der Maßnahme teilnehmenden Frauen Beschäftigte der Werkstatt und können an den vielfältigen Bildungsangeboten oder Freizeiten teilnehmen.

Alle sechs Teilnehmerinnen erzählen, dass sie mit ihrem Außenarbeitsplatz sehr zufrieden sind. Auch wenn sie sich wünschen, dass die Pandemie endlich vorbei wäre - ihren Arbeitsplatz in der KiTa möchte keine mehr hergeben.

Melanie Reifenrath

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